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Kategorie: Motorrad

Meine „neue“.

Naja: Nicht mehr wirklich neu. Im Mai 2021 habe ich mir selbst ein schönes Geschenk gemacht. Sonst tut das nämlich keiner. Ein nagelneues Motorrad habe ich mir zugelegt. Lange habe ich überlegt, welche Maschine es werden sollte. Entschieden habe ich mich dann für die wunderschöne Moto Guzzi V85tt.

Moto Guzzi
Moto Guzzi V85tt (2021)
in der Lackierung
„Rosso Uluru“

Es war nicht das beste Moped, dass ich während des Auswahlprozesses gefahren bin. Und erst recht nicht das Leistungsstärkste.
Aber es ist das einzige Motorrad gewesen, auf dem sich bei mir das allseits bekannte (und gefürchtete?) „habenwollen“ Gefühl einstellte. Und die Entscheidung für die Italienerin war kein Fehler. Zwei Jahre und knapp 13.000 KM später bin ich immer noch so begeistert wie am ersten Tag von dem Gerät. Die Guzzi ist nicht nur wunderschön – in meinen Augen – sondern fährt sich auch ganz wunderbar entspannt. Ein Redakteur der Zeitschrift „Motorrad“ beschrieb sie mit den Worten „Ready to Relax“ in Anspielung auf die „Ready to Race“ Werbung von von KTM.
Ich hoffe, dass ich noch viele tolle Kilometer auf der V85tt unterwegs sein werde.

Meine „alte“

Seit 2014 bin ich mit einem der besten Tourenmotorräder unterwegs die je gebaut wurden: Der Honda ST1300 Pan European. Meine ist Bj 2004 und hat Stand Heute gut 116.000 KM auf der Uhr. Sie läuft wie ein Uhrwerk und ist so komfortabel, dass die längsten Touren mit Ihr entspannt zu bewältigen sind. meine hat bei ca. 85.000 ein neues Wilbers Fahrwerk bekommen (Gabelfedern und Wilbers Zentralfederbein).

Meine Pan in Honningsvag am Nordkapp

Die ST1300 ist die Nachfolgerin der sehr bewährten und auch erfolgreichen ST1100. Sie ist etwas leichter (unwesentlich) als Ihre Vorgängerin und verfügt über einen stark verbesserten Motor. Leistungsfähiger, drehmomentstärker und ökonomischer.
Allerdings war die ST1300 in Europa nicht besonders erfolgreich. Das hat sicher damit zu tun, dass sehr schnell nach ihrem Erscheinen die ersten Berichte über Hochgeschwindigkeitspendeln bekannt wurden. Es scheinen viele Fahrzeuge dieser Baureihe davon betroffen zu sein. Aber längst nicht alle. Und obendrein: Wen interssierts? Mich nicht. Da nach übereinstimmenden Berichten das Pendeln bei den betroffenen Fahzeugen nur im voll beladenen Zustand jenseits der 170 KM/h auftritt, ist das kein Thema für mich. Ich bin äusserst selten oberhalb von 150 KM/h unterwegs.
Aber ich kann behaupten, das meine Pan von dem Problem nicht betroffen ist. Ich war natürlich schon einige Male im Bereich um die 180 bis 200KM/h mit dem Moped unterwegs. Auch beladen. Da pendelt nichts. Aber wie dem auch sei: Das Image der 1300er Pan ist dahin. Sie fristet ein Nischendasein auf dem Gebrauchtmarkt und muss sich als Pendelzug oder Pedolino beschimpfen lassen. Wer sich aber mit solchen Tourern auskennt und sie richtig zu nutzen weiss, erkennt sehr schnell, mit was für einem großartigen Motorrad man es zu tun hat.
Zwischen Florenz und dem Nordkapp, Tschchien und Frankreich und in ganz Deutschland bin ich mit der Pan unterwegs gewesen. Sie ist einfach ein absolut zuverlässiges und komfortables Moped. Und der Wetterschutz ist grandios.

Ebenfalls in Norwegen. Der Wetterschutz den dieses Motorrad bietet hat sich dort absolut bewährt.


Natürlich hat die Pan auch ihre Schwächen. Wenige, aber es gibt sie. Ihr größtes Manko ist ihr wirklich hohes Gewicht. Vollgetankt knapp 340Kg machen das Rangieren mit ihr zum echten Workout. Man muss sich sehr genau überlegen wie und wo man sie parkt damit man ohne fremde Hilfe die Weiterfahrt aufnehmen kann. Das Parken an unbefestigten Stellen auf dem Seitenständer will geauestens ausgeführt sein. Dieser sackt gerne in den weichen Untergrund ein.
Sobald dieser Eisenhaufen aber rollt, wirft er all‘ die Kilos über Bord und ist für ein so großes und schweres Motorrad äusserst handlich zu bewegen.
Eigentlich wollte ich sie verkaufen, nachdem ich meine „Neue“ bekommen habe. Aber irgendwie hänge ich an dem Moped. In den nächsten Tagen werde ich sie für die kommende Saison klar machen. Und dann sehen wir weiter…


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