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Schlagwort: kurviger.de

Routenplanung und Navigation

Ich gebe zu, ich bin ein Kartenfetischist. Nach dem Mopedfahren steht die Tourenplanung ganz oben auf der Liste meiner Lieblingsbeschäftigungen. Auch wenn ich es unterwegs liebe zu improvisieren so mag ich es doch, mich vorher mit der Gegend in der ich unterwegs sein will zu beschäftigen. Denn das hilft beim improvisieren. Ich gehe alle möglichen Kombinationen von Routen am Rechner durch, versuche mich schlau zu machen welche schönen Punkte nicht verpasst werden sollten und festzustellen, was in der gegebenen Zeit möglich sein könnte.
Wichtig ist es für mich, ein Gefühl für die Entfernungen zu bekommen und die Gebiete zumindest grob in meinem Kopf abzuspeichern.


Ich setze dabei auf das Tool kurviger.de. Viele schwören auf calimoto.com,
andere auf die Software der beiden Navi Rivalen Garmin (Basecamp) und TomTom (früher Trye, jetzt MyRoute).
Alle haben ihre stärken, alle sind gut zu gebrauchen und letztendlich entscheidet der persönliche Geschmack wofür man sich entscheidet. Eine gute Planung ist mit allen dieser Tools machbar. Google Maps scheidet für die Tourenplanung allerdings aus. Es ist gut zu gebrauchen, wenn ich von A nach B will, Verkehrsinfos brauche und unterwegs den Weg zur nächsten Tanke suche. Aber nicht für eine ausführliche Routenplanung. Schließlich gibt es dann auch noch die Fraktion, die solchen neumodischen Kram überhaupt nicht mag und ausschließlich mit der guten alten Landkarte arbeitet. Letzteres halte ich allerdings eher für ignorant. Es ist natürlich nie eine dumme Idee, eine Übersichtskarte der Gegend dabei zu haben, in der man sich bewegt. Vor allem, wenn man nicht allein unterwegs ist und man gemeinsam überlegt wohin es gehen soll.

Ich habe mich für kurviger.de entschieden, weil es meiner Arbeitsweise am nächsten kommt. Ich bin da puristisch. Calimoto ist eher was für die Apple User und den Social Media affinen unter den Mopedfahrern. Also für die Zeitgenossen die sich am liebsten die Route komplett vom Rechner erstellen lassen, in Rudeln unterwegs sind, die Routen anderer nachfahren wollen und die ihre Navigation mit dem Smartphone erledigen. Und nicht ganz unwichtig: Calimoto ist relativ teuer. Kurviger.de ist deutlich günstiger, sollte aber vielleicht etwas mehr nehmen, damit es sie auch weiterhin gibt.

Ich navigiere nicht mit dem Smartphone. Oder besser: Im Augenblick noch nicht. Seit sich TomTom im letzten Jahr entschieden hat, dass die TomTom Rider 4er Serie keine Updates mehr bekommt, steht die Entscheidung an, wass ich zukünftig machen werde. Dabei stehen folgende Optionen zur Auswahl:

– Garmin Zümo XT, die Hochpreisvariante,
– TomTom Rider 550, ebenfalls hochpreisig aber günstiger als Garmin
– Navigation mit dem Smartphone und passenden Apps.

Letzteres wäre die günstigste Variante für mich da ich immerhin noch ein paar ältere Smartphones bei mir rumliegen habe, die ich dafür nutzen könnte.
Für unsere jetzt anstehende Tour nach Norwegen werde ich noch auf mein bewährtes TomTom setzen. Allerdings bestelle ich mir auch noch einen Smartphone-Halter …

Wer sich für die Routenplanung mit Kurviger.de interessiert, dem lege ich das ziemlich aktuelle (Stand März 2023) Tutorial vom „Rhönschrat“ ans Herz.

Abschnitt 1: Bis zum dem Start des Fv17

Wie ich im vorherigen Beitrag schrieb: Dies ist der komplizierteste Abschnitt. Es gibt einige Möglichkeiten. Manche kenne ich etwas, andere überhaupt nicht. Welche wir genau fahren, entscheiden wir vor Ort, abhängig vom aktuellen Wetter und von der Wettervorhersage. Warme Klamotten haben wir eh‘ dabei und mit sommerlichen Temperaturen rechnen wir nicht wirklich. Also mal sehen.

Die östliche Route.

Länge: 932 Km

Zwischenziele: keine

Mischung aus autobahnähnlicher Straße und guter Landstraße
Strecke kenne ich. Bin ich mehrfach gefahren. Schneller Weg nach Trondheim und weiter. Im wesentlichen schrubben wir die E3 und die E6 hoch bis nördlich von Trondheim.

Pro: Schnell, relativ wenig Gebirge, top Infrastruktur, technisch anspruchslos.

Contra: Viel Verkehr, langweilig, teilweise häßlich, relativ wenig Gebirge, technisch anspruchslos.

Warum ist diese Route hier aufgeführt: Die Route könnte der Notnagel sein, wenn das Wetter im Süden totaler Mist ist und wir
wirklich schnell Richtung Norden kommen wollen. Wie man um Profil unten sieht, gibt es nur relativ wenige und weniger hohe Passagen.

Das Höhenprofil der Östlichen Route. Gut zu erkennen das Dovrefjell, das auch immer hin bis an 700m heranreicht.

Die Mitte-Ost Route

Östliche Umfahrung der Hardangervidda. Dann Schwenk zur Westküste.

Länge: 1315 Km

Zwischenziele: Syrtveitfossane (Stromschnellen Otra), Immingfjell Passstraße, Stabkirche Borgund, Sognefjord, Gletscher Boybreen, Geiranger, Trollstigen

Mischung aus guter Landstraße und kleinen Nebenstrecken. Alles befestigt.
Bis Gol kenne ich die Strecke nicht. Danach entspricht sie der 2016er Tour die ich gefahren bin.

Pro: Bis auf Ausnahmen wohl recht schnell zu fahren, tolle Landschaften und die touristischen Hotspots sind drin.

Contra: Deulich länger als die Ostroute, viel Gebirge daher problematisch wenn das Wetter nicht passt. Die Nächte könnten noch Frost bringen.

Das Profil der Mitte-Ost Route. Da geht es immer wieder rauf und runter. Bis fast 1.200 m. Da wird noch jede Menge Schnee liegen und die Straße sind teilweise schmal und die Auf- und Abstiege eng.

Die Mitte-West Route

Westliche Umfahrung der Hardangervidda. In Haukeli Richtung Westen. Später weiterer Schwenk zur Westküste.

Länge: 1247 Km

Zwischenziele: Syrtveitfossane (Stromschnellen Otra), Diverse Fjells, Latefossen, Hardangerfjord, Stabkirche Hopperstad,
Sognefjord, Gletscher Boyabreen, Geiranger, Trollstigen

Zunächst immer der Otra entlang, fast ausschließlich gute Landstraße, kleinste Nebenstrecken nur wenn gewünscht. Alles befestigt.
Die Strecke ist mir bis Sogndal völlig unbekannt. Danach entspricht sie meiner 2016er Route.

Pro: Bis auf Ausnahmen wohl recht schnell zu fahren, tolle Landschaften und die touristischen Hotspots sind drin.

Contra: Ebenfalls meistens recht hoch. Daher vom Wetter und der Temperatur her eventuell problematisch.

Profil der Mitte-West Route. Es geht schnell bis auf fast 1.150m Das wird kalt. Wie beim Profil der vorigen Route sind deutlich die beiden rechten orange markierten Peaks zu erkennen. Der erste Peak ist die Anfahrt zum Geiranger-Fjord, der Zweite die Passstraße zum Trollstigen. Die orangefarbige Markierung weist auf die potentiell noch vorhandene Wintersperre hin.

Die West Route

Diese Route steht exemplarisch für eine größere Anzahl an Optionen die sich alle mehr oder weniger ähneln. Von unserem Ankunftshafen erfolgt ein direkter Schwenk nach Südwesten zum Südkap, dann nach Nordwesten Richtung Stavanger. Gebirgsstrecken werden fast vollständig vermieden, die Strecken führen ab Stavanger überwiegend den Fjorden entlang.
Ab dem Sognefjord wieder dem Verlauf meiner 2016er Route entsprechend.

Länge: 1400 KM

Zwischenziele: Lindesnes Fyr (Südkap), Fv44 Flekkefjord/Egersund, Ryfylketunnel, Ryfylkevegen, Indre Ryfylkevegen, Akrafjord, Langvossen, Latefossen, Hardangerfjord, Stabkirche Hopperstad, Sognefjord, Gletscher Boyabreen, Geiranger, Trollstigen

Fast ausschließlich gute Landstraße, im Süden teils städtischer Verkehr, kleinste Nebenstrecken kaum vorhanden und nur wenn gewünscht. Alles befestigt. Einige Streckenteile kenne ich von meinen Angeltouren aus den 80er und 90er Jahren.

Pro: Bis auf Ausnahmen wohl recht schnell zu fahren, ebenfalls tolle Landschaften und die touristischen Hotspots sind drin.

Contra: Die Küstenroute ist lang und anfälliger für Regen und Wind. Insgesamt ist es die „touristischere“ Route. Mehr Verkehr, Mehr Städte und dichtere Besiedlung.

Dass West Profil. Auch hier wieder die beiden orangenen Peaks. Der eine Peak vorher bei ca. 600 Km lässt sich einfach umfahren wenn wir wollen. So hätten wir auf den ersten 900 Km nicht mit Schneewänden und Temeraturen um 0 Grad zu kämpfen.

Alle Kartenausschnitte und Höhenprofile auf dieser Seite:
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