Wie ich im vorherigen Beitrag schrieb: Dies ist der komplizierteste Abschnitt. Es gibt einige Möglichkeiten. Manche kenne ich etwas, andere überhaupt nicht. Welche wir genau fahren, entscheiden wir vor Ort, abhängig vom aktuellen Wetter und von der Wettervorhersage. Warme Klamotten haben wir eh‘ dabei und mit sommerlichen Temperaturen rechnen wir nicht wirklich. Also mal sehen.

Die östliche Route.

Länge: 932 Km

Zwischenziele: keine

Mischung aus autobahnähnlicher Straße und guter Landstraße
Strecke kenne ich. Bin ich mehrfach gefahren. Schneller Weg nach Trondheim und weiter. Im wesentlichen schrubben wir die E3 und die E6 hoch bis nördlich von Trondheim.

Pro: Schnell, relativ wenig Gebirge, top Infrastruktur, technisch anspruchslos.

Contra: Viel Verkehr, langweilig, teilweise häßlich, relativ wenig Gebirge, technisch anspruchslos.

Warum ist diese Route hier aufgeführt: Die Route könnte der Notnagel sein, wenn das Wetter im Süden totaler Mist ist und wir
wirklich schnell Richtung Norden kommen wollen. Wie man um Profil unten sieht, gibt es nur relativ wenige und weniger hohe Passagen.

Das Höhenprofil der Östlichen Route. Gut zu erkennen das Dovrefjell, das auch immer hin bis an 700m heranreicht.

Die Mitte-Ost Route

Östliche Umfahrung der Hardangervidda. Dann Schwenk zur Westküste.

Länge: 1315 Km

Zwischenziele: Syrtveitfossane (Stromschnellen Otra), Immingfjell Passstraße, Stabkirche Borgund, Sognefjord, Gletscher Boybreen, Geiranger, Trollstigen

Mischung aus guter Landstraße und kleinen Nebenstrecken. Alles befestigt.
Bis Gol kenne ich die Strecke nicht. Danach entspricht sie der 2016er Tour die ich gefahren bin.

Pro: Bis auf Ausnahmen wohl recht schnell zu fahren, tolle Landschaften und die touristischen Hotspots sind drin.

Contra: Deulich länger als die Ostroute, viel Gebirge daher problematisch wenn das Wetter nicht passt. Die Nächte könnten noch Frost bringen.

Das Profil der Mitte-Ost Route. Da geht es immer wieder rauf und runter. Bis fast 1.200 m. Da wird noch jede Menge Schnee liegen und die Straße sind teilweise schmal und die Auf- und Abstiege eng.

Die Mitte-West Route

Westliche Umfahrung der Hardangervidda. In Haukeli Richtung Westen. Später weiterer Schwenk zur Westküste.

Länge: 1247 Km

Zwischenziele: Syrtveitfossane (Stromschnellen Otra), Diverse Fjells, Latefossen, Hardangerfjord, Stabkirche Hopperstad,
Sognefjord, Gletscher Boyabreen, Geiranger, Trollstigen

Zunächst immer der Otra entlang, fast ausschließlich gute Landstraße, kleinste Nebenstrecken nur wenn gewünscht. Alles befestigt.
Die Strecke ist mir bis Sogndal völlig unbekannt. Danach entspricht sie meiner 2016er Route.

Pro: Bis auf Ausnahmen wohl recht schnell zu fahren, tolle Landschaften und die touristischen Hotspots sind drin.

Contra: Ebenfalls meistens recht hoch. Daher vom Wetter und der Temperatur her eventuell problematisch.

Profil der Mitte-West Route. Es geht schnell bis auf fast 1.150m Das wird kalt. Wie beim Profil der vorigen Route sind deutlich die beiden rechten orange markierten Peaks zu erkennen. Der erste Peak ist die Anfahrt zum Geiranger-Fjord, der Zweite die Passstraße zum Trollstigen. Die orangefarbige Markierung weist auf die potentiell noch vorhandene Wintersperre hin.

Die West Route

Diese Route steht exemplarisch für eine größere Anzahl an Optionen die sich alle mehr oder weniger ähneln. Von unserem Ankunftshafen erfolgt ein direkter Schwenk nach Südwesten zum Südkap, dann nach Nordwesten Richtung Stavanger. Gebirgsstrecken werden fast vollständig vermieden, die Strecken führen ab Stavanger überwiegend den Fjorden entlang.
Ab dem Sognefjord wieder dem Verlauf meiner 2016er Route entsprechend.

Länge: 1400 KM

Zwischenziele: Lindesnes Fyr (Südkap), Fv44 Flekkefjord/Egersund, Ryfylketunnel, Ryfylkevegen, Indre Ryfylkevegen, Akrafjord, Langvossen, Latefossen, Hardangerfjord, Stabkirche Hopperstad, Sognefjord, Gletscher Boyabreen, Geiranger, Trollstigen

Fast ausschließlich gute Landstraße, im Süden teils städtischer Verkehr, kleinste Nebenstrecken kaum vorhanden und nur wenn gewünscht. Alles befestigt. Einige Streckenteile kenne ich von meinen Angeltouren aus den 80er und 90er Jahren.

Pro: Bis auf Ausnahmen wohl recht schnell zu fahren, ebenfalls tolle Landschaften und die touristischen Hotspots sind drin.

Contra: Die Küstenroute ist lang und anfälliger für Regen und Wind. Insgesamt ist es die „touristischere“ Route. Mehr Verkehr, Mehr Städte und dichtere Besiedlung.

Dass West Profil. Auch hier wieder die beiden orangenen Peaks. Der eine Peak vorher bei ca. 600 Km lässt sich einfach umfahren wenn wir wollen. So hätten wir auf den ersten 900 Km nicht mit Schneewänden und Temeraturen um 0 Grad zu kämpfen.

Alle Kartenausschnitte und Höhenprofile auf dieser Seite:
© OpenStreetMap contributors
Mapdesign based on OSM Liberty

Erstellt wurden sie mit