Nach einer verblüffend guten Nacht die wir in einem Bett verbracht haben, stehen wir früh auf und die Sonne lacht vom Himmel. Zwar nur 3 Grad, aber Sonnenschein. Da kannd der Tag ja nur besser werden. Wir beschließen, die Reise in den Norden doch noch nicht aufzugeben und starten in den Tag. Soviel zu unserer Konsequenz. Weiter die R39 Richtung Trondheim. Wir wwollen heute den Start des Fv17 erreichen. Wir fahren bei ganz ordentlichem Wetter. Aber es ist kalt. Immer kalt. Sehr kalt. In Orkanger haben wir etwas Sonnenschein und Essen. Martin meint, wir sollten mat versuchen nachzusehen was mit meinem N-COM ist. Na gut. Ich glaube nicht daran, dass wir was finden aber egal. Ich bin ziemlich sauer und genervt, dass dieses N-COM auch schon wieder kaputt ist. Ich rupfe den Helm auseinander und finde einen“halben“ Kabelbruch, der vermutlich dafür verantwortlich ist dass der linke Lautsprecher im Helm öfter mal nicht funktioniert. Am Mikro finden wir keinen Schaden. Scheint alles gut zu sein. Martin googelt und findet einen Händler in Trondheim der N-COMs anbietet. Er ruft da an. Martin ist hartnäckig. Die Dame am telefon sagt ihm aber, dass sie wohl kein passendes Mikro da hätten. Damit sollte die Sache erstmal erledigt sein. Mir lässt das keine Ruhe. Nach der Phase des „Kackteil, ist bestimmt nicht das Mikro, das ganze Ding ist Mist“-Phase beginne ich auch, problemorientiert zu denken und schaue nach, wo der Händler in Trondheim zu finden ist. Wir beschließen, da vorbei zu fahren. Dort angekommen, landen wir zunächst im falschen Mopedladen. Der ist an der praktisch gleichen Adresse. Aber der freundliche Herr dort schickt uns zum richtigen Laden. Der Chef dort schaut sich die Sache an. Er holt ein N-COM 601 Set raus und siehe da: Gleiches Mikro. Wir testen es und es funktioniert. Super! Mit dem nun wieder funktionierenden Kommunikationssystem reisen wir weiter. Tja Martin: Ob das klug war? Jetzt darfst Du wieder die ganze Fahrt über meinem Blödsinn lauschen….
Das Wetter wird wieder schlechter. Ab und zu ein Schauer und schweinekalt. Wir beschließen, zur Oldernesgard zu fahren. Die liegt am Snosa See und die Webseite von denen ist sympathisch. Irgendwie so als würde der Platz von und für Alt-Hippies betrieben. Wir kommen dort an.



Dauerregen und kalt und neblig draussen.
Kein Tropfen Wasser drin. Alles absolut trocken.
Weder von aussen was eingedrungen noch Kondenswasser.
Durchgefrohren und wirklich kaputt. 282 Km sind wir heute gefahren. Wir wollen eine Hütte. Der Betreiber dort sagt, er habe keine frei. Die seien alle reserviert. Komisch. Wir sind die einzigen Gäste. Aber wir können auf der Zeltwiese campen. Na gut. In der Kälte schlagen wir unsere Zelt auf. Aber es gibt eine Feuerstelle. Und Brennholz. Und nasses Papier zum anzünden von nassem Holz. Das klappt nicht. Kurz nachgedacht und mir fällt ein, dass ich einen kleinen Vorrat Motoröl dabei habe. Mit einem Stück Holz, etwas von dem nassen Papier und einem Schuss 10w60 baue ich eine Fackel. Das klappt. Bald haben wir ein wärmendes Lagerfeuer.

Als das runtergebrannt ist, gehen wir ins Bett. Um sechs Uhr wollen wir aufstehen. Martin wird mich wecken. Dann fahren wir den Fv17. Das könnte noch was werden…
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