Sonntag, 12. Juni
Um 9 Uhr starte ich in Honningsvag. Es regnet. Im Ort tanke ich zunächst noch bei Kilometerstand 83407.
Zunächst geht es den Weg zurück den ich gestern gekommen bin. Entlang des Fjordes und durch den Nordkapptunnelen. In Olderfjord angekommen bin ich durchgefroren. Ich wärme mich im Café auf und nehme einen Kaffee mit einer noch warmen Waffel. Das tut gut.
Ich habe hin und her überlegt, ob ich via Schweden oder wie geplant durch Finnland zurückfahre. Denn hier muss ich den entsprechenden Abzweig nehmen. Wenn Schweden, dann zurück nach Alta. Ansonsten auf die E6 Richtung Karasjok. Ich bleibe bei meinem ursprünglichen Plan und entscheide mich für die Route durch Finnland. Weiter geht es. Bald lässt der Regen nach und hört irgendwann ganz auf. Die Sonne setzt sich durch. Bei Lakselv verabschiede ich mich vom Nordmeer das hier schon Barentssee heisst. Ich werde erst in knapp 800 Km wieder am Meer sein. Dann aber an der Ostsee in Finnland.
Die Strecke ist relativ uninteressant. Ganz anders als die vielen Kilometer die ich in den letzten Tagen gefahren bin. Recht flach und kurvenarm. Und dicht bewachsen. Bei Karasjok trenne ich mich auch von der E6. Die geht jetzt wieder in den Norden nach Kirkenes. Ich folge der E92 Richtung Finnland. Bald schon kommt die Grenze die hier durch den Fluss Tanaelva markiert wird. Ich fahre über die Brücke und bin in Finnland. Tschüß, Norwegen. Ich komme wieder.
Die E92 ist eine haarsträubende Strecke: Immer geradeaus, dafür rauf und runter. Zum schnarchen. Zum Glück stoße ich bald auf die E75 auf der ich nun recht lange bleiben werde. Hier oben ist sie noch ganz hübsch. Und gut ausgebaut. Gegen 18 Uhr bin ich in Inari und nehme eine Hütte. Hier ist wieder Euroland. Die Hütte – guter Standard – kostet 67 Euro.
Das Wetter ist immer noch super und ich spaziere kurz zum See um ein paar Fotos zu schiessen. Dann schreibe ich noch etwas und gehe ins Bett.



